Checkliste: Wohnung & Katze für den Katzensitter vorbereiten
Um Katze und Wohnung für den Katzensitter vorzubereiten, brauchen Sie vor allem vier Dinge: ausreichend Futter und Streu für den gesamten Zeitraum plus Reserve, einen schriftlichen Betreuungszettel mit Routinen und Notfallkontakten, eine katzensichere Wohnung und eine geregelte Schlüsselübergabe. Am besten beginnen Sie etwa eine Woche vor der Abreise und gehen alle Punkte beim Übergabegespräch gemeinsam mit dem Sitter durch. Die folgende Checkliste können Sie Punkt für Punkt abhaken.
Tipp: Drucken Sie diese Seite aus oder kopieren Sie die Checklisten in Ihre Notizen-App – dann können Sie die Punkte direkt abhaken und den Betreuungszettel für Ihren Sitter ausfüllen.
Wann sollten Sie mit der Vorbereitung anfangen?
Je früher, desto entspannter – für Sie und für Ihre Katze. Ein grober Zeitplan:
- 2–3 Wochen vorher: Katzensitter finden und einen Kennenlerntermin vereinbaren. Wie Sie dabei vorgehen, erklärt unser Ratgeber zum Katzensitter finden.
- 1 Woche vorher: Vorräte auffüllen, Betreuungszettel schreiben, Wohnung durchgehen.
- 1–3 Tage vorher: Übergabegespräch mit Schlüsselübergabe, letzte Fragen klären.
- Abreisetag: Fenster kontrollieren, Futter- und Wassernäpfe frisch befüllen, Katzenklo reinigen.
Checkliste 1: Vorräte und Ausstattung
Die Checkliste für die Katzensitter-Vorbereitung beginnt mit dem, was in der Wohnung vorrätig sein muss:
- Futter für den gesamten Zeitraum plus einige Tage Reserve – falls sich Ihre Rückkehr verzögert.
- Gewohntes Futter beibehalten: Stellen Sie das Futter nicht kurz vor oder während Ihrer Abwesenheit um. Ein plötzlicher Futterwechsel kann laut Tierschutzliga zu Blähungen, Durchfall und Erbrechen führen – und das ausgerechnet dann, wenn Sie nicht da sind.
- Katzenstreu und Müllbeutel in ausreichender Menge.
- Medikamente in ausreichender Menge, mit schriftlichem Dosierplan.
- Transportbox gut erreichbar abstellen – für einen möglichen Tierarztbesuch.
- Spielzeug und Kratzmöglichkeiten an den gewohnten Plätzen lassen.
- Reinigungsmittel für Näpfe und Katzenklo bereitstellen.
Checkliste 2: Der Betreuungszettel für den Sitter
Ein schriftlicher Betreuungszettel ist das wichtigste Dokument der ganzen Vorbereitung. Auch wenn Sie alles im Übergabegespräch besprechen: Im Ernstfall muss der Sitter nachlesen können, statt sich zu erinnern.
| Thema | Was auf den Zettel gehört |
|---|---|
| Fütterung | Uhrzeiten, Mengen pro Mahlzeit, Futtersorte, Leckerli-Regeln |
| Katzenklo | Wie oft reinigen, wo Streu und Müllbeutel stehen |
| Verhalten | Lieblingsverstecke, typische Gewohnheiten, was die Katze nicht mag |
| Gesundheit | Medikamente, Vorerkrankungen, Ort von Impfpass und Versicherungsunterlagen |
| Tierarzt | Name, Adresse und Telefon des Haustierarztes plus nächste tierärztliche Notdienst-Praxis |
| Ihre Erreichbarkeit | Handynummer, Unterkunft, Zeitverschiebung |
| Ersatzkontakt | Eine Person vor Ort, die im Notfall Entscheidungen treffen oder einspringen kann |
Tipp: Legen Sie eine schriftliche Einverständniserklärung bei, dass der Sitter mit Ihrer Katze im Notfall zum Tierarzt gehen darf, und klären Sie vorab, wie die Kosten übernommen werden. Das spart im Ernstfall Zeit und Diskussionen in der Praxis.
Checkliste 3: Wohnung katzensicher machen
- Kippfenster sichern oder geschlossen halten: Katzen können beim Versuch, durch ein gekipptes Fenster zu klettern, im Spalt eingeklemmt werden. Dieses sogenannte Kippfenster-Syndrom kann laut TASSO schwerste innere Verletzungen verursachen und tödlich enden. Abhilfe schaffen Kippfensterschutz-Gitter – oder die Fenster bleiben während der Betreuung einfach geschlossen.
- Giftige Pflanzen entfernen: Besonders Lilien sind für Katzen hochgiftig – laut Tierklinik Hofheim kann schon weniger als ein Blatt tödlich sein, auch der Blütenstaub im Fell ist gefährlich. Blumensträuße mit Lilien gehören also nicht in eine Wohnung, in der die Katze allein ist.
- Waschmaschine, Trockner und Schränke schließen – Katzen verstecken sich gern an solchen Orten.
- Putzmittel, Medikamente und kleine Gegenstände wegräumen, die die Katze verschlucken könnte.
- Raumtemperatur und ggf. Rollläden so einstellen, dass es weder zu heiß noch zu kalt wird.
- Türen zu Räumen, die die Katze nicht betreten soll, verschließen und auf dem Zettel vermerken.
Checkliste 4: Schlüssel, Zugang und Haushalt
- Schlüssel übergeben – idealerweise einen Zweitschlüssel, und die Übergabe kurz schriftlich festhalten.
- Nachbarn oder Hausverwaltung informieren, dass in Ihrer Abwesenheit regelmäßig jemand die Wohnung betritt.
- Alarmanlage oder Smart-Home-Zugänge erklären bzw. Zugangscodes übergeben.
- Zusatzaufgaben klar absprechen: Briefkasten leeren, Pflanzen gießen, Müll rausbringen – und ob diese im Preis enthalten sind. Mehr zu üblichen Preisen lesen Sie im Artikel Katzensitter Kosten in Deutschland.
Wie bereite ich meine Katze auf den Katzensitter vor?
Katzen reagieren auf neue Menschen sehr unterschiedlich. Ein paar Schritte helfen, die Umstellung so ruhig wie möglich zu gestalten:
- Kennenlernen vor der Abreise: Lassen Sie den Sitter mindestens einmal kommen, während Sie zu Hause sind. So verbindet Ihre Katze die fremde Person mit einer vertrauten Situation.
- Routinen beibehalten: Fütterungszeiten und Spielzeiten sollten möglichst gleich bleiben. Katzen sind Gewohnheitstiere und schätzen Routinen – feste Abläufe geben ihnen Sicherheit, gerade wenn ihre Bezugsperson fehlt.
- Scheue Katzen nicht bedrängen: Zeigen Sie dem Sitter die Lieblingsverstecke. Eine Katze, die sich in den ersten Tagen versteckt, sollte nicht hervorgeholt werden – wichtig ist nur, dass sie frisst, trinkt und das Katzenklo benutzt.
- Besuchsfrequenz festlegen: Planen Sie mindestens einen, besser zwei Besuche pro Tag ein – Ratgeber wie das zooplus-Magazin empfehlen sogar grundsätzlich zwei Besuche täglich. Je kürzer die Katze allein ist, desto besser.
Das Übergabegespräch: so nutzen Sie es richtig
Das Übergabegespräch ist der Moment, in dem Sie die Checkliste gemeinsam mit dem Sitter durchgehen. Planen Sie dafür etwa 30–60 Minuten ein und gehen Sie einmal durch die ganze Wohnung: Wo stehen Futter und Streu, wie funktioniert der Wasserbrunnen, welche Fenster bleiben zu? Fragen Sie den Sitter ausdrücklich, ob alles verständlich ist, und lassen Sie ihn die wichtigsten Abläufe einmal selbst machen.
Ein Beispiel aus Dortmund: Bei Katzenwächter sind in Dortmund aktuell 7 Katzenwächter aktiv (Stand Oktober 2026). Bewährt hat sich, Kennenlernen und Übergabe als einen gemeinsamen Termin etwa eine Woche vor der Abreise zu vereinbaren – so bleibt genug Zeit, offene Fragen per Nachricht zu klären. Ob es auch in Ihrer Nähe passende Katzensitter gibt, zeigt die Sitter-Suche.
Häufige Fragen zur Vorbereitung auf den Katzensitter
Wie oft am Tag sollte der Katzensitter kommen?
Planen Sie mindestens einen Besuch täglich ein, besser zwei – besonders bei Katzen, die allein leben oder Medikamente brauchen. Die genaue Häufigkeit sollten Sie im Übergabegespräch festlegen.
Was ist, wenn meine Katze während meiner Abwesenheit nicht frisst?
Frisst eine Katze länger als einen Tag nichts, sollte der Sitter Sie kontaktieren und tierärztlichen Rat einholen. Laut einer Tierarztpraxis können schon 24–48 Stunden ohne ausreichend Nahrung kritisch werden, weil Katzen dann eine Fettleber (hepatische Lipidose) entwickeln können – besonders übergewichtige Tiere.
Braucht der Katzensitter eine Vollmacht für den Tierarzt?
Eine schriftliche Einverständniserklärung ist sehr zu empfehlen. Sie erleichtert dem Sitter im Notfall den Tierarztbesuch und klärt, wer die Kosten trägt.
Sollte ich die Wohnung vor dem Besuch des Sitters aufräumen?
Eine aufgeräumte Wohnung macht die Betreuung einfacher und sicherer: Der Sitter findet alles schneller, und die Katze kommt nicht an Dinge, die gefährlich sein könnten.
Dieser Artikel wird laufend aktualisiert und im Team von Katzenwächter fachlich geprüft. Er ersetzt keine tierärztliche Beratung.
Katzenwächter